Das kleine Städtchen zwischen zwei Flüssen …

manhattan1_090509_165343_5d… das Sandra mir empfohlen hatte, habe ich heute dann mal besucht. Seltsame Dinge geschehen dort: an wirklich beinahe jeder Straßenecke stehen „fliegende Händler“, die gegen Bares Hotdogs, Brezeln, Falafel, Gyros etc. anbieten.  Schmeckt sogar ganz gut.

Noch seltsamer aber ist es, dass man bei manchen Häusern gegen Geld auf’s Dach darf um dann runter zu gucken – was natürlich ziemlicher Unsinn ist, denn wie es unten aussieht weiß man ja, wenn man da vorher noch war.

Da ich aber, wie ihr wisst, ein sehr höflicher Mensch bin und die Eingeborenen nicht vor den Kopf stoßen wollte, habe ich das kleine Opfer gebracht, bin auf so ein Dach geklettert und habe höflichkeitshalber sogar ein Foto davon gemacht, weil ich dachte, dass die Eingeborenen sich dann freuen.

Das sah dann so aus:

manhattan_090509_113634_5dEiner Sage zufolge soll auf dem spitzen Gebäude in der Mitte vor ein paar Jahren mal ein riesiger Affe rumgeturnt sein. Naja …  ach ja: es gab einen Fahrstuhl, aber wie ihr mich kennt bin ich natürlich die lächerlichen 67 Stockwerke zu Fuß hochgejoggt – aber nur, weil es nach Angeberei ausgesehen hätte, an der Außenwand hochzuklettern.

Ok, für die schlichteren Gemüter unter Euch (und wer ist das nicht?) nochmal im Klartext: jawohl, woffi war in New York (ich gönn‘ mir ja sonst nix). Genauer gesagt in Manhattan, und auch da nur ein bisschen in Midtown und Lower Manhattan – für mehr reichte die Zeit nicht:

Als Sandra mich vom Flughafen in Boston abholte schulg sie vor, dass ich den Trip doch machen könnte – „it’s really close“. Naja, letztlich waren es dann doch knapp 3 Stunden mit dem Auto und dann noch eine knappe Stunde mit dem Zug, aber dann ist mal halt auch direkt in Grand Central Station (so ein kleiner Dorfbahnhof mit lächerlichen 67 Gleisen an 44 Bahnsteigen, unterirdisch) und kann loslaufen: erstaunlich viel ist zu Fuß leicht erreichbar, und durch NYC zu laufen ist einfach … nun … sozusagen … als ob man in einer Stadt ist, die niemals schläft. Unvergleichlich.

Ich hatte nicht viel Zeit (musste ja noch zurück nach New Hampshire), und hab in knapp 5 Stunden natürlich nur einen  winzigen Bruchteil von dem gesehen, was man sich in der Stadt ansehen könnte, aber diese 5 Stunden haben sich trotz der langen An- und Abreise wirklich gelohnt.

Für die Fähre rüber zur Freiheitsstatue hat dann leider die Zeit nicht mehr gereicht, aber wenigstens aus der Ferne konnte ich sie bei (leider zimlich trübem) Wetter fotografieren.

statue_090509_144350_5dSo, das musste ioch noch loswerden. Jetzt ab in’s Bett, und morgen geht’s dann via Dallas nach Tucson – das werden erstmal zwei ruhigere Tage denke ich. Bis denn.

Ach ja, fast hätte ich’s vergessen: die Steaks gestern abend waren so ziemlich die besten, die ich je gegessen habe! Nur um gewisse Mitleser mal neidisch zu machen:

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3 thoughts on “Das kleine Städtchen zwischen zwei Flüssen …

  1. aw in 42

    Sag mal Wolf (und sei ehrlich), wieviele Straßenecken hast Du gekreuzt und hast Du wirklich an jedem Stand jeweils Hotdogs, Brezeln, Falafel und Gyros probiert, wie ich vermute? Wenn ja, sind wir Stolz auf Dich, spätestens jetzt müssen die Eingeborenen einen heiden Respekt vor Dir und uns Krauts haben…
    Jaja der Dachausblick ist schon nett, fast so wie bei mir außem Schlafzimmer, vielleicht nicht ganz so grün, aber auch … nett. Ich wette die 67 Stockwerke haben Dir noch nicht mal einen erhöhten Puls geschweige denn einen roten Kopf beschwert. Und gut dass Du auf die Kletterpartie verzichtet hast, die Eingeboren hätten Dich nach dem Hotdog-Gemetzel bestimmt als neuen Gott auserkoren und Dich nicht mehr außer Landes gelassen, nicht auszudenken für uns und für Einsal/NRW/Deutschland/Europa. Halt Dich ruhig weiter ein wenig bedeckt und sei auch vorsichtig mit dem Angebot bei technischen Schwierigkeiten. Inschenöre werden schnell mit Göttern verwechselt, zumal deine sonstigen Fähigkeiten (s. o.) dafür sprechen.
    Schönes Foto das von liberty island, wenn man bedenkt, dass die Dame doch immerhin 225 Tonnen wiegt, hast Du sie wirklich sehr vorteilhaft fotografiert, bist halt doch ein Profi und kannst fast alles ins rechte Licht stellen.
    Nur die Steaks gefallen mir nicht so recht, warst Du (dreist wie Du bist) vorm Braten in der Küche und hast sie roh fotografiert oder waren die so blutig wie sie aussehen? Bei mir gibt´s auf jeden Fall bessere, kannst Dich ja schon mal drauf freuen!
    So long, be careful and restrained, Winni

  2. Hi Winni,
    die Steaks waren da noch roh – und das es bei Dir bessere gibt glaube ich nicht, aber ich bin natürlich gern bereit, das zu testen. Zu den ganzen anderen Kommentaren sag ich mal nix – ich glaub, Du willst mich verarschen.

  3. aw in 42

    Oh, Du bist online!
    Ich würde mir doch nicht anmaßen eine „Halb“gott zu verarschen…
    Mein Schwager schlachtet demnächst ein Rind, dann schauen wir mal, ob ein Sauerländer-Steak mithalten kann, freu mich drauF! Genieß die Zeit und schreib/fotografier heiter weiter! Gruß und Kuss, Winni

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