Weil ich schon um 5 aufgewacht bin und dann nicht mehr schlafen konnte, bin ich schon um 7 in Tucson abgehauen: 5 Stunden durch die Wüste, Berge, teilweise ziemlich kurvig … eine Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, dadurch nochmal rd. 40 km Umweg – und trotzdem einfach schön (wenn ich auch danach etwas alle war).
Das Motel hier ist nett, so ein „typisches“, bei dem man den Wagen direkt vor sein Zimmer stellt und jeder seinen eigenen Eingang hat.
Danach Essen beim Mexikaner, inkl. Getränk und Trinkgeld 15 $, sehr lecker – man merkt hier schon sehr deutlich, dass man ein paar tausend Kilometer näher an Mexiko ist. Dafür ist hier alles, was irgendwie deutsch klingt, mit Vorsicht zu genießen: in Keene habe ich ein „Mai-Urbock“ probiert, dafür wäre man in Deutschland in siedendes Öl geworfen worden. Zu Recht.
So, und nach einem kleinen Schönheitsschläfchen (Schnauze halten! Alle!) war ich dann gerade im Nachbarort im Kino (endlich mal wieder!), „State of Play“ mit Russel Crowe und Ben Affleck. Ziemlich Klasse, hat mich aber mit der komplizierten Story und dem Genuschel von Crowe auch hart gefordert.
Tja, Ihr macht Euch wirklich keine Vorstellung davon, wie hart das Leben hier ist – seid froh, dass ihr das nicht ertragen müsst! Außer ‚Nüla natürlich, die muss da ab Freitag halt durch – aber sie hat ja einen charmanten, seriösen und eloquenten Begleiter und Beschützer, der sich tapfer zwischen sie und alle Unwägbarkeiten stellen wird, helles Blut auf heißem Sand, Karthago muss … ich schweife ab. Jedenfalls wird alles gut.
Ach ja – aus der Reihe „Erfahrung ist das, was man macht, wenn man’s gebraucht hätte“: wenn man in der Nähe von Mexico ist und auf einer Sauce steht „very hot“ (= sehr scharf), dann meinen die das auch so. Ernsthaft.