Keene -> Boston

 

Heute morgen ging es um 9.30 los zu einer kleinen Tour durch Maine, New Hampshire und Massachusetts, die dann in Boston endete:
Strahlender Sonnenschein, ca. 28° C, Meer, leichte Brise – ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das eine ziemlich unangenehme Reise war. Nur ein wahrer Asket wie ich kann solche Strapazen und Entbehrungen überhaupt ertragen. Die Bilder vermitteln auch nur annähernd einen Eindruck vom Grauen dieser Tour.

Bemitleidenswerter als ich sind da allenfalls noch die armen Menschen, die aus kümmerlichen Holzhäusern heraus den deprimierenden Blick auf den Strand jeden Tag erdulden müssen.

Zu allem Elend haben wir dann auch noch in North Haven an einer besonders trostlose Ecke angehalten, wo ich in karger Atmosphäre ein Brötchen verspeisen musste, dass mit dem Fleisch von roten Spinnentieren mit großen Scheren belegt war.

Da war ich wirklich froh, als ich endlich im Hotel war und mich ausruhen durfte von den Strapazen.

Kleines Anekdötchen am Rande: als wir unser Hummerbrötchen runtergewürgt habe, sass gleich neben uns ein älteres Ehepaar, von denen der Mann ein Hemd anhatte, dass farblich exakt zu seinem pinkfarbenen Eis passte. Sandra fragte ihn dann, ob er das Eis bewusst passend zum Hemd ausgesucht hätte, und seine Frau antwortete, sehr trocken: „Oh no, he couldn’t have done that, he’s absolutely colorblind“. An irgendwen aus der Nachbarschaft hat mich das erinnert … 😉

So, morgen werde ich ausschlafen und dann mal gemütlich mit dem Bus in die Stadt fahren – da habe ich einen Termin in 500 Boylston St. Und da es hier wieder kaum Feedback auf meine Entbehrungsreichen Berichte gibt, lobe ich hiermit einen Preis aus für den, der errät, mit wem ich da verabredet sein könnte …  wobei das für Anja und Kirsten ziemlich einfach ist – also haltet euch vielleicht ein bisschen zurück 😉

Was mir noch so durch den Kopf geht: so nett und interessant die Zeit in New York und New Hampshire auch war, bin ich doch ziemlich froh, jetzt erstmal niemanden mehr um mich rum zu haben, um den ich mich kümmern oder mit dem ich mich abstimmen muss, sondern mich ganz alleine rumtreiben zu können. Letztlich ist das für mich das, was so einen USA-Trip besonders reizvoll macht, und ich freue mich auch schon drauf, wenn ich im weiteren Verlauf Boston -> Denver -> Yellowstone -> Utah/Wüste immer weniger Leute um mich herum haben werde. Gerade NYC fand ich diesbezüglich schon anstrengend, und Boston bzw. Denver, noch dazu mit den Konzerten dabei, wird ja auch nicht gerade einsam und besinnlich …  im Yellowtone hoffe ich einfach mal, dass das nicht zu überlaufen ist – zumal der Park ja nicht gerade klein ist.

Trotzdem: manche von euch vermisse ich schon – also gebt mal Feedback, sonst gibt’s auch keine Geschenke! 😉

5 thoughts on “Keene -> Boston

  1. anja

    Das ist ja sogar besser als ein Rømøburger…Unverschämt !

  2. Ich sag mal so: einen Rømøburger mit so einem Hummerbrötchen zu vergleichen, ist, als ob Du ein Bockwürstchen mit einem zarten 500 g Rib-Eye-Steak vergleichst. Ich kann das beurteilen, denn letzteres hatte ich hier ja auch schon 😉

  3. Kirsten

    Du bist ein wirklicher Asket und Gönner… Und ich petze, wenn ich nicht wundervolle, wertvolle und gediegene Geschenke bekomme! So! Und außerdem weiß ich was! ÄÄÄtsch! Obwohl Anja ist so ein lieber Mensch… die hat sich bestimmt schon verraten 😉

    Apropo Heimsuchung: Gestern war Besuch aus Zwickau hier 😉

  4. Kirsten

    Und was ist das eigentlich für ein Profilbild! Ich bin ein seriöser Baum! Menno!

  5. Das ist ein Plugin für WordPress, das die Peinlichkeit der Besucher ermittelt und ein dazu passendes Profilbild aussucht. Funktioniert sehr gut!

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